Erzengelkloster bei Prizren

Das Kloster hatten wir eigentlich gar nicht auf dem Schirm. Ich kann nicht mal mehr genau sagen, warum wir auf der anderen Seite der Straße überhaupt angehalten hatten. Zuerst erregte auch ein altes Fahrzeug unsere Aufmerksamkeit. Erst dann bemerkten wir die alten Mauern.

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Neugierig beschlossen wir, einfach mal näher ran zu gehen und zu prüfen, wie nah wir  kämen. Natürlich mit dem notwendigen Respekt. Ziemlich unerwartet stand ein Polizist vor uns und fragte uns nach unseren Papieren. Ich begann bereits, mich umzuschauen, ob wir irgendwelche versteckten militärischen Anlagen über sehen hätten. Aber dem war nicht so. Mit zwei deutschen Pässen lies er uns weiter schauen (wir hatten uns innerlich bereits darauf eingestellt, den Rückzug anzutreten.)

Aber da das i.O. schien, bewegten wir uns in die Klosteranlage. Der erste Mann, der auf uns zu trat, zog sich schnell wieder zurück, als er erkannte, dass wir keine gemeinsame Sprache hatten. Aber er hatte das Wort „mosche“ verwendet. Also schien alles i.O. zu sein. Er schickte uns seinen „Kollegen“ (Mönche), der Englisch sprach. Und so erfuhren wir, dass die Kirchen schon vor mehreren hundert Jahren zerstört wurden. Es war aber bereits Baustahl vorhanden und man wartete nur auf die Baugenehmigung um wieder eine Kirche aufbauen zu können. Wir bekamen also eine Klosterführung.

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Wir wurden sogar in eines der bestehenden Gebäude eingeladen um uns den Gebetsraum anzuschauen. Ich bekam sogar die ausdrückliche Erlaubnis zu fotografieren – ungewöhnlich. Bei der Geschichte zum nächsten Foto stockte uns dann aber der Atem. Nachdem die Nato die serbische Staatsmacht vertrieben hatte, zerstörten Albaner in einer Racheaktion die bestehenden Wohngebäude des Klosters und töteten den letzten dagebliebenen Mönch. Er wurde zunächst ohne Kopf aufgefunden. Den Kopf fand man ca. ein Jahr später.

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Pristina – Prishtina

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Die Hauptstadt des Kosovo wo sich so viele internationale Missions aufhalten, dass man das in den Preisen sofort merkt… Aber zuerst wurde ich von ein paar Jungs angesprochen – ich solle ein Foto von Ihnen machen. Sie hatten wohl gerade ihr Abitur bestanden…

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Mitten in der Stadt fand ein Schachevent statt…

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Beim Verlassen der Stadt habe ich dann noch versucht, ein paar Impressionen von den Menschen vor Ort einzufangen.

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