Goldgräberstadt Ross

In Hokitika versuchte ich mal, über die Information ein Zimmer zu buchen. Die meinten, kein Hostel hätte mehr ein Einzelzimmer frei. Trotz Nachrage bot mn mir keine Cabin auf einem der örtlichen Campingplätze an. Die sonstigen Zimmer wären zwischen 70 und 80 NZD gewesen. Irgendwie strahlte die Dame hinter dem Tresen ein Selbstbewusstsein aus, dass ich das jetzt eh buchen würde. Aber in die Stadt hatte ich mich nicht verliebt. Geschliffene Jade lockt mich nicht hinterm Ofen vor.

Also weiter nach Süden. In Ross wurde ich fündig. Cabin für 20 NZD lockte die Werbung. Der Radler vor einer der Cabins meinte: Ich solle doch mal ins Pub gehen, als ich nach der Rezeption fragte. Also ging ich ins Empire Hotel.

An der Stelle eine kurze Einführung ins Kiwi-Englisch: Nicht nur, dass der Akzent ziemlich heftig ist und zum langgezogenen „ihhh“ neigt. Erkürzt auch alles ab. (km sind hier nur „k“) Nein. Der Kiwi nutzt betimmte Worte auch einfach mal anders. Ein Hotel ist hier unten erst einmal eine Kneipe. Vielleicht mit Zimmervermietung, aber das ist nicht zwingend so.

Eigentlich beschloss ich schon beim betreten der Kneipe, hier zu bleiben. Ich bekam einen Schlüssel und schaute mir mal die Cabin und die sonstigen Einrichtungen an. Alles da. Aber „very basic“ wie der Radfahrer es treffend formulierte. Es sei vorweg genommen, dass ich das Bett (also das von den vieren in der Cabin, dass ich benutzte) sehr bequem fand.

Dann führte mich das Cachen auf einen Hügel mit Aussicht:

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Auch die „Friedhofsbepflanzung“ war landestypisch: Ein Farn auf dem Grab.

Anschließend beschloss ich, einen Teil des gesparten Geldes in Bier zu investieren und pflanzte mich in das mit Kamin beheizte Historic Empire Hotel und bekam für 7 NZD ein pint eines „local beer“ – Nach Auskunft in Greymouth gebraut. Um mich herum trugen die meisten Menschen Gummistiefel. Endlich mal Flippflops in der Minderheit.

Geschlafen hab ich sehr gut. Die noch funktionierende Dusche war heiß. Alles bestens. Falls jemand meiner Übernachtungsepfehlung folgen möchte: So sieht´s von außen aus (weg zu den Cabins). Das Licht wird anders sein, da ich das Morgenlicht für das Foto nutzte.

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Von außen wie von Innen dürfte sich seit den Goldgräbertagen (über 100 Jahre her) nicht viel verändert haben.

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Ach ja: Die Jungs und Mädels begrüßten mich, als ich meine Cabin verließ von der anderen Seite:

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Es sei aber erwähnt, dass man in Ross auch hochpreisigere Unterkünfte mieten kann und auch Campen ist möglich.

Ich machte mich also auf, die Goldgräberstadt zu erkunden. Das Mini-Museum kostete schlappe 2 NZD Eintritt. In die Drei historischen Gebäude kommt man kostenlos (Donationbox). Ich kann einen Stopp in Ross echt empfehlen.

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Die Infotafeln sind auch gut gemacht. Es gibt einen kurzen Weg und einen Langen Weg. Der Kurze ist quasi der Beginn des langen. ICh hab mal den langen weg gemacht.

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Es wird übrigens in Ross auch heute noch gegraben..

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