Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau heute

Heute waren wir im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz und im Außenlager Birkenau. Man parkt am besten am Stammlager. Der Eintritt ist an sich frei. Gruppen müssen einen Führer buchen. Für Einzelreisende werden mehrfach täglich in verschiedenen Sprachen Führungen angeboten. Ich würde empfehlen, eine solche Führung zu buchen.

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Ich habe mich entschlossen, schlicht den heutigen Blick hier zu veröffentlichen. Auch verzichte ich auf Innenansichten. Den Eindruck, den man angesichts der Berge an Schuhen, Koffern, Haaren… bekommt, kann ich mit Fotos nicht wiedergeben. Zu erdrückend sind die dadurch symbolisierten Schicksale, als dass ich mir zutrauen würde, das mit einem Foto einzufangen.

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Mit kostenlosen Shuttle-Bussen geht es dann zum Außenlager Birkenau. Eine Aussage blieb mir dabei besonders in Erinnerung: Auschwitz – das war Luxus im Vergleich zu Birkenau.

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Was mir bis zum Besuch vor Ort auch nicht klar war: Birkenau hatte ein Konzentrationslager und ein Vernichtungslager – nebeneinander.

3 Gedanken zu „Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau heute

  1. Hallo !
    Kompliment für die Fotos ! Gut, Auschwitz ist ein Ort an dem S/W Fotos oder Fotos bei schlechtem Wetter aussagekräftiger sind. Ich war 2008 schon einmal in Auschwitz und werde im Dez. 2013 nocheinmal diesen Ort besichtigen. Ja, Dezember, ich kann es mir einfach nicht vorstellen an einem Ort, wo soviel Leid geschehen ist, in T-Shirt und kurzer Hose und wohlmöglich noch einer Sonnenbrille umherzulaufen. Habe über Hundert Biographien Auschwitz-Überlebender gelesen – die Hölle sage ich nur.
    Übrigens :
    Das Wort Auschwitz ist keine Erfindung der Deutschen, auch haben sie die polnische Aussprache des Wortes Oswiecim nicht falsch verstanden und dann daraus Auschwitz abgeleitet. Nein, gegen Ende des 17. Jahrhunderts gehörte dieser Teil Polens zum Österreichischen Reich – die Österreicher gaben dieser Stadt ihren heute Weltbekannten Namen. Das Vernichtungslager Birkenau (also Auschwitz II) leitete sich ab vom Polnischen Namen des Ortes : Brzezinka – zu Deutsch Birke. Von Auschwitz III (Monnowitz) dem Arbeitslager das zu den IG Farben / Buna Werke gehörte ist heutzutage leider nicht mehr übrig als eine Gedenktafel.

    • Hallo Stefan,

      sicher würden die meisten schwarz/weiß-Versionen der Fotos als passender empfinden. Aber nach langem Abwägen habe ich mich dazu entschlossen, die Fotos eben pur in der heutigen Ansicht zu veröffentlichen und eben nicht selbst zu interpretieren und zu bearbeiten.

      Schwarz/weiß erzeugt Distanz (zeitlicher Eindruck) – genau die wollte ich vermeiden. Natürlich wäre aber schwarz/weiß aber auch eine Reduktion und damit ggf. eindrucksvoller.

      Ein weites Thema. Da muss sicher jeder seinen eigenen Weg finden.

      • Hallo !
        Also ich möchte auch keinesfalls das das von dir als Kritik angesehen wird ! Meine Fotos (Oktober 2008) haben kein S/W benötigt – es hat den ganzen Tag geregnet, praktisch der „Ideale“ graue Hintergrund um diesen Ort rüber zu bringen ! Davon abgesehen ob nun S/W oder Farbe – der Name dieses Ortes trägt alleine dazu bei innezuhalten !
        Weiter so – Auschwitz / Holocaust darf niemals vergessen werden – denn wer vergisst läuft Gefahr den selben Fehler noch einmal zu machen. Und gerade wir Deutschen vergessen soetwas gerne – das wir ´54 Weltmeister geworden sind kannst du allen in hundert Jahren noch erzählen, sprichst du sie aber auf die Nazizeit an, kommt nur der Standardsatz : „Ach, das ist doch schon so lange her“ !!!!

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