Lipowo (Lindendorf)

Ein Grund (wenn auch nicht der Hauptgrund) unserer Reise war auch, mal nachzuschauen, wo mein Opa aufgewachsen ist. In Ostpreußen. In Lindendorf oder heute Lipowo. Da dieses Dorf irgendwo im Nirgendwo (Zwischen Mragowo/Sensburg und Mikolajki/Nikolaiken) liegt mussten wir erst einmal über ein paar mehr oder weniger ausgebaute Straßen. Habe die Gelegenheit genutzt, einmal mehr Störche zu fotografieren. Dem Namen „Klapperstörche“ haben sie alle Ehre gemacht.

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Ein erster Eindruck:

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Das Dorf sollte man sich nicht wie in Deutschland vorstellen. Vielmehr eine Ansammlung von Gehöften. Die Suche nach dem alten Friedhof mit dem Grab meines Urgroßvater gestaltete sich also schwierig. Zum Glück hatte Mama die Idee, ein Grab zu malen und einen Einheimischen zu fragen. Der versuchte erst, uns den weg in die Erde zu malen und fuhr uns dann doch lieber voraus:

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Anschließend beschlossen wir, das gute Wetter zu nutzen und eine Wanderung „durch“ das „Dorf“ zu machen. Als erstes machten wir einen Abstecher zu einem See:

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Dort gibt es einen Zeltplatz, auf den sich wahrscheinlich keine deutschen Touristen verirren…

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Tja und nun genieße einfach die Landschaft:

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Dann waren wir noch in Mragowo/Sensburg. Da war zum Sonntag-Nachmittag eine Bühne aufgebaut und Programm geboten. Die Musik war besser, als die Fotos es befürchten lassen! 😉

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Am Abend haben wir dann zu Dritt eine Wanderung in der Gegend unserer Ferienwohnung unternommen…

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Als wir zurück kamen bot der See neben der Ferienwohnung folgenden Anblick:

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18 Gedanken zu „Lipowo (Lindendorf)

  1. Hallo Herr Marmulla,
    schöne Bilder haben Sie da und diese Momentaufnahmen sind mir bestens vertraut! Ich bin gerade jetzt in der Heimat meiner Vorfahren (Lindendorf/Lipowo, Gem. Peitschendorf/Piecki) und besuche den Friedhof sehr oft dort. Das Grab meiner Oma ist in der Nähe von dem Grab Ihres Ur-Großvaters. Ich habe noch heute davor gestanden. In Gizycko habe ich ein Buch über die deutschen Gräber in Masuren gekauft, in diesem Buch sind alle Daten der Verstorbenen festgehalten. Wenn jemand auf der Suche nach Daten ist, kann er gerne meinen Beitrag kommentieren. Ich beschäftige mich seit Jahren mit der Ahnenforschung meiner Familie und bin bis zur UrUrUrUrLinie gestoßen, was fast unmöglich ist. Auch eine mir bekannte Webseite hat viele Daten von den Bewohner Lindendorfs zusammengetragen. Beste Grüße,
    K. Rost

  2. Hallo zusammen,
    fahre in einigen Tagen nach Masuren und schaue vielleicht auch in Lindendorf vorbei.
    Meine Oma hieß Kobus, sie ist aber schon im Ruhrgebiet geboren worden (1894 in Wanne). Ihre Eltern kamen aus Lindendorf (Vater) und Krutinnen (Mutter). Meine Oma hat dann einen Marmulla geheiratet, der in Ganthen (ehm. Krs. Sensburg) zur Welt kam (1884) und in Gelsenkirchen auf der Zeche Bismarck gearbeitet hat. Ist schon eine interessante Geschichte mit den Vorfahren. Hat jemand eine Idee, wo der Name Marmulla herkommt … oder vielleicht Sie. René?

  3. Hallo, sehr schöne Bilder… ich suche nach der Familie/Spuren meines Ur-Großvaters. Sein Name war Michael Nulpa. Ich habe nur seine Sterbeurkunde und dort steht das er aus Lindendorf heute Lipowo stammte. Hat jemand evt. diesen Namen auf einem der Grabsteine gesehen? Über jeden Hinweis würde ich mich sehr freuen.
    Viele Grüße
    Claudia

  4. Ich fahre jeden Sommer nach Masuren ( Lipowo ), um meine Familie zu besuchen.
    Der Vorteil in Lipowo ist da dort selten Autoverkehr ist, und die Polizei nicht kontrolliert, darf ich da immer lenken. Ich bin ja selber noch zu jung um selber Auto zu fahren! Dieser Ort ist wunderschön und ich freue mich jedes jahr schon 3 Wochen vorher drauf! Ich bin Gücklich das ich Deutsch und Polnisch kann. Dadurch ist das verständigen viel leichter. Also wer dahin fährt ( ich rate dazu denn es ist wunderschön wie schon gesagt ) und kein polnisch kann sollte sich ein Wörterbuch mitnehmen.
    Rene deine Bilder sind wirklich gut.

  5. Wir waren letzte Woche zur Euro in Polen (Viertelfinale in Danzig und Halbfinale in Warschau) und haben zwischen den Spielen ein paar Tage in Masuren verbracht. Auch ich bin auf den Spuren meines Vaters nach Lindendorf gekommen und fand es sehr idyllisch. Aufgrund Eures Hinweises hier im Blog haben wir uns auch auf die Suche nach dem deutschen Friedhof gemacht und ihn tatsächlich gefunden. Ich dachte, vielleicht finde ich dort noch Spuren meiner Familie. Was ich dann tatsächlich gefunden habe, hat mich ganz schön umgehauen. Ich habe das Grab meiner leiblichen Großmutter Hildegard Domnick, geb. Neumann gefunden. Sie ist 1942 mit 24 Jahren an Typhus verstorben, als mein Vater gerade 3 Jahre alt war. Das hat mich emotional doch sehr berührt. Ich musste erst einmal meine Mutter anrufen, um zu überprüfen, ob es tatsächlich meine Großmutter ist, da ich ja nicht einmal ihren Namen kannte. Leider ist mein Vater, der ebenfalls bereits verstorben ist, niemals mit uns dort gewesen. Mein Großvater, der im Lazarett seine zweite Frau kennengelernt hatte und die für mich die Oma war, hat auch nicht über die Zeit gesprochen. Vermutlich aus Schmerz über den Verlust seiner ersten Frau und auch mit Rücksicht auf seine zweite Frau. Sie haben später in Dortmund gelebt, wo auch mein Vater aufgewachsen ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn noch jemand Informationen über meine Familie hat. Gibt es noch weitere Verwandte aus Lindendorf (Domnick oder Neumann)? Hat jemand vielleicht Bilder aus der Zeit? Weiß jemand, in welchem Haus mein Vater, Wolfgang Domnick, geboren wurde? Leider kann ich die Fotos nicht sehen. Ich habe aber selbst eine Menge geschossen (auch von den Gräbern auf dem Friedhof) und würde diese gern zur Verfügung stellen.

  6. Meine Eltern, sowie Großeltern wohnten in Lipowo würde so gern
    Kontakt mit ehemaligen Bewohnern aufnehmen. Meine Schwester
    wahr 7 Jahre und ich fast 2 Jahre als wir flüchten mussten. Meine
    Tante lebt noch ist 96 Jahre. Über die Bilder habe ich mich sehr gefreut!!
    Viele Grüße
    Doris

  7. Hallo,
    meine Großeltern sind auch aus Lindendorf und leben auch immer noch – allerdings jetzt im Ruhrgebiet! Mein Opa redet so oft von seiner Heimat… Meine Großeltern sind jetzt über 80!Haben vor dem Krieg dort gelebt…Kindheit… Kennst du noch Namen oder sonst etwas Interessantes?? Würde ich gerne an meinen Opa weitergeben… Vielleicht kennt er eure Familie… Das würde ihn sicher rühren!!
    Vielen Dank schonmal…
    Grüße
    Mona

    • Hallo! Mein Opa wohnte auch in Lindendorf. Ich habe noch zwei Klassenfotos aus dem Jahr 1909 + 1911. Dieses Fotos könnte ich als E-Mail verschicken u.s.w.. Bitte melden bei CarmenK1979@aol.com. Ich suche Personen die mir helfen können, eine Person auf dem Foto zu identifizieren. Vielleicht können mir da Deine Großeltern helfen?
      Viele Grüße Carmen Kobus

  8. Hallo,
    ich bin auch in Lipowo aufgewachsen und sehr oft mit Gedanken bin ich dort.Es ist dort so leise und wunderbar.Es hat man Gefühl,dass der Zeit ist dort stehen gebliben .Meine Kindheit und Lipowo gehören einfach zusammen.
    MfG
    Regina Zawrotny

  9. hallo!!
    sie haben echt schöne fotos von lipowo gemacht……. aber nach ihrem bericht würde ich sagen, sie waren zu kurz dort um die pure vielfalt und die gegend zu genießen……. denn kennt man die gegend besser und verbringt man dort eine längere zeit, so bleibt ein stück von einem selbst dort.
    es ist mein dorf in dem ich aufgewachsen bin und weiß, welche seite es hat.
    mein rat…… einfach paar tage länger dort einen urlaub einplanen und zwar ohne viel zu planen, sondern eher von tag zu tag die gegend genießen.
    lieben gruß
    Lila

  10. Hi,
    meine Urgroßeltern, sowie meine Tante liegen dort auch auf dem Freidhof. Das Dorf ist für mich das Paradies auf Erden. Im sommer bin ich das 10. mal in der Heimat meines Vaters.
    MfG
    Claus Kobus

    PS. Ich weiss das Jugendliche aus Deutschland in Lipowo gezeltet haben!!!!!!!!!!

  11. der bericht ist superinteressant,mein opa ist auch in lipowen geboren 1886,ist mit 14 jahren nach dortmund ausgewandert. viele grüße lothar schulte

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