Petscherska Lavra und die Mutter der Heimat

Nur so zur Vorwarnung, damit es nicht zu spannend wird: (Na, wer erkennt die Anspielung?) Die beiden haben recht wenig miteinander zu tun, außer dass sie recht nah beieinander sind.

Zuerst bin ich von der U-Bahnstation mal in die falsche Richtung gelaufen. Was aber auch nicht schlimm war, denn mein weg führte mich durch eine Parkanlage.

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Das 2. Foto habe ich aus 2 Gründen aufgenommen. Zum Einen um zu zeigen, dass dort durchaus noch demonstriert wird ;-). Zum Anderen um zu mal zu zeigen, dass dort Netzshirt ein ganz normales alltagstaugliches Kleidungsstück ist.

Also bei Petscherska Lavra handelt es sich um das hiesige Höhlenkloster. Wobei die Höhlen der Ausgangspunkt waren. Heute gibt es dort 30 Kirchen – „nur“ 6 sind unter der Erde. Am Eingang hab ich auf Englisch nach einer Karte gefragt und für 200 Grywna (ca. 27 Euro) einen privaten Führer bekommen. Erst ein Mädel, dass mich auf Englisch führen wollte. Naja, als ich Leipzig erwähnte (gefragt) hatte ich auch schon einen Kerl an der Seite, der deutsch mit mir sprach.

In der Ukraine lassen sich die Leute viel lieber fotografieren, als in Deutschland. Also gehen sie davon aus, dass man als Alleinreisender auch Fotos von sich haben will. So bot mir mein Guide gleich mehrfach an, Fotos von mir zu machen:

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Erst dachte ich, ich wäre eine kleine Gruppe. Bis wir in die fernen Höhlen gingen… Dort wurde mir schlagartig klar, dass eine Führung für mehr als einen quasi unmöglich wäre… Eine Betriebsamkeit da unten. Und jeder küsst die Reliquien… Das Höhlenkloster ist auf jeden Fall ein muss für Kiew-Besucher.

Nun noch ein paar Fotos vom Klostergelände:

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Das letzte Foto zeigt eine Kirche über einem Eingangstor.

Die Mutter der Heimat hingegen ist eine riesige Statue in einem Gedenkareal zum großen vaterländischen Krieg. Für unsere nicht sowjetisch geprägt geschulten: Gemeint ist der 2. Weltkrieg. Auf jeden Fall ist die Statue größer als die Freiheitsstatue. Gigantomanie a la Sowjetunion…

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Die meisten Fotos sind vom Fuße der Mutter der Heimat aus gemacht.

Auf dem Gelände machten viele Leute Fotos voneinander. Als ein Mädel das Posen anfing konnte ich nicht anders. Nein, nicht was Ihr denkt. Hab sie nicht fotografiert. Konnte mich nur nicht mit Tipps zum Thema Licht zurückhalten. Gut dass ich mal gelernt habe, was Sonne auf Russisch heißt. Der Rest ging mit Händen und Füßen. (Auch hier wieder: Keine Sorge, hab sie nicht angefasst.)

Habe mich heute seit dem Frühstück nur von Getränken und Eis ernährt. Nach etwas anderem war mir bei der Hitze nicht. Gut dass ich meine Regenjacke im Rucksack hatte. (Die Nacht hat es wirklich geregnet, aber heute war es verdammt heiss.) Aber eben gab es die Ukrainische Version eines HotDog. Keine Ahnung, was das für eine Wurst war. Auf jeden Fall war sie gebraten. Senf und eine scharfe Soße. Gegen das Kraut hab ich mich gewehrt.

So nun geht ein geschichtsträchtiger Tag zu Ende. Mal schauen, was ich morgen mache…

Nach verfassen des ursprünglichen Berichtes entstand noch ein Nachtfoto:

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3 Gedanken zu „Petscherska Lavra und die Mutter der Heimat

  1. Nochmal Danke, dass du mich an diesem glorreichen Ereignis quasi live hast teilhaben lassen.

    Zu der Sache mit dem Mädel: Neee ís klaarrr!

  2. „Als ein Maedel das Posen anfing konnte ich nicht anders. Nein, nicht was Ihr denkt. Hab sie nicht fotografiert.“

    Ich merke Du lässt nach… 😉

    „Der Rest ging mit Haenden und Fuessen. (Auch hier wieder: Keine Sorge, hab sie nicht angefasst.)“

    Sie hatte ja bestimmt auch nicht gefragt, was Du… ;-)))

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